Ein Kredit ist eine praktische Sache. Der Kreditnehmer kann sich hiermit den jeweils benötigten Geldbetrag leihen und diesen sofort verwenden. Gäbe es keine Kredite, müssten Menschen monate-, jahre- oder gar jahrzehntelang auf die jeweils benötigte Summe sparen – eine in vielen Belangen wohl eher unpraktische Option. Allerdings muss ein Kredit auch wieder an den Kreditgeber zurückbezahlt werden und das üblicherweise in monatlichen Raten zzgl. Zinsen. Wer also einen Kredit aufnimmt, muss diesen im wahrsten Sinne des Wortes auch bezahlen können. Somit benötigt der Kreditnehmer ausreichend hohe Einnahmen, um die jeweils fällige Rate entrichten zu können. Wer also gar kein oder zu wenig Geld hat und versucht, einen Kredit zu erhalten, läuft Gefahr, dass er nicht in der Lage sein wird, die Tilgung zu leisten. Das Ergebnis einer solchen Entwicklung sind dann Schulden. Deshalb muss eine Person, bevor sie einen Kredit erhält, belegen können, dass sie kreditwürdig ist.

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Wo bekomme ich einen Kredit?

Einen Kredit bekommt man in der Regel von Banken oder Sparkassen. Man kann aber auch einen Kredit von Privatpersonen erhalten. Wer sich entschließt, bei der Bank einen Kreditantrag zu stellen, kann das entweder in einer Bankfiliale vor Ort tun oder aber die Möglichkeit der Beantragung über das Internet nutzen. Die zweite Option wird hierbei immer beliebter, besonders deshalb, weil man so vorab per Kreditvergleich einfach und schnell überprüfen kann, bei welchem Kreditgeber der benötigte Geldbetrag zu den günstigsten Konditionen geliehen werden kann. Der Faktor Zinsen ist hierbei besonders wichtig, da dieser ausschlaggebend für die Gesamtkosten ist. Denn: Je höher die Zinsen, desto teurer und je niedriger, umso günstiger fällt der jeweilige Kredit aus.

Wer bekommt einen Kredit und wer nicht?

Bevor ein Kreditgeber bereit ist, mit einem Kreditnehmer einen Kreditvertrag abzuschließen, wird er zuerst die Bonität, also die Kreditwürdigkeit, des möglichen Vertragspartners prüfen. Hierzu muss der Antragsteller bestimmte Dokumente vorlegen, vor allem werden hierbei Gehaltsnachweise und auch Kontoauszüge benötig – die Auszüge vor allem dann, wenn der Kredit bei einem Fremdinstitut aufgenommen werden soll. Sobald dem Kreditgeber diese Dokumente vorliegen, wird dieser die Bonitätsprüfung durchführen. Verläuft dieser Prozess positiv, erhält der Kunde eine Zusage, im umgekehrten Fall eine Absage. Hierbei sollte man wissen, dass zahlreiche Banken und Sparkassen fest angestellte Arbeitnehmer bei der Kreditvergabe bevorzugen. Dementsprechend ist es für Selbstständige oder Personen mit nur befristetem Arbeitsvertrag schwerer möglich, eine Kreditzusage zu erhalten. Personen mit unzureichender Bonität, unabhängig vom beruflichen Status, erhalten hingegen ausschließlich keinen Kredit.

Welche Kreditkonditionen sind die richtigen?

Bei einem Kredit spielen vor allem vier Faktoren die Hauptrollen. Diese sind die Kreditsumme, die Ratenhöhe, die Laufzeit und die Zinsen. Bei der Kreditsumme sollte der Kreditnehmer genau so viel aufnehmen, wie er tatsächlich aus Fremdmitteln benötigt, um die jeweilige Anschaffung zu tätigen. Demgegenüber kann eine zu großzügige Kreditsumme zu Schulden führen und ein zu geringer Betrag die Ausführung des Finanzierungsvorhabens gefährden. Die Ratenhöhe, in Einklang mit der Laufzeit, sollte so ausgestaltet werden, dass der Kreditnehmer die fällige Tilgung Monat für Monat problemlos leisten kann, ohne sich hierbei finanziell überzustrapazieren. Und bei den Zinsen gilt schlicht und ergreifend: je weniger, desto besser und am besten gar keine. Und tatsächlich gibt es momentan einige Anbieter, die neuen Kunden bzw. Kreditnehmern 0%-Zins-Offerten bieten. Ein Kreditvergleich kann sich also lohnen.

Wie lange dauert es bis zur Auszahlung?

Gewerbliche Kreditgeber wissen, dass der Wettbewerb auf dem Kapitalmarkt groß ist und ihre Kunden keine langen Bearbeitungszeiten tolerieren. Deshalb sind die Vergabeprozesse bei vielen Anbietern dahingehend optimiert, die Wartezeit bis zur Auszahlung so gering wie möglich zu halten. Bei einem herkömmlichen Ratenkredit muss der Kreditnehmer mit einer Wartezeit bis zum Erhalt der Kreditsumme von ungefähr ein bis zwei Wochen rechnen. Bei Sofortkrediten kann die Auszahlung nach Vertragsabschluss innerhalb von 24 bis 48 Stunden erfolgen.

Belastet die Aufnahme eines Kredits die Bonität des Kreditnehmers?

Ja, lautet unter Umständen die Antwort auf die in der Überschrift zum diesem Abschnitt gestellte Frage. Jede Kreditvergabe durch eine Bank oder Sparkasse wird bei den entsprechenden Wirtschaftsauskunfteien gespeichert. Diese Gegebenheit kann dazu führen, dass der Kreditnehmer während der Tilgungsphase keinen Zweitkredit aufnehmen kann, da seine Bonität hierfür nicht ausreicht. Wenn die verfügbaren Einnahmen aber hoch genug sind und der Score-Wert entsprechend ist, können auch mehrere Kredite gleichzeitig aufgenommen werden.

Welche Summen kann man als Kredit aufnehmen?

Die Höhe der möglichen Kreditsumme wird maßgeblich durch die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kreditnehmers bestimmt. Im Konsumentenbereich vergeben Banken in der Regel bis zu 120.000 Euro. Bei Firmenkundendarlehen und Immobilienkrediten sind hingegen deutlich höhere Beträge realisierbar.

Welche Laufzeiten sind verfügbar?

Die Laufzeiten sind je nach Kreditsumme unterschiedlich. Bei den bereits erwähnten Konsumentendarlehen bzw. Privatkrediten kann der Kreditnehmer eine Laufzeit zwischen 12 und 144 Monaten wählen. Die jeweilige Kreditsumme geteilt durch die Monate der Laufzeit zzgl. Zinsen ergibt dann die monatliche Ratenhöhe.